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ADS/ADHS

  Angebote für Kinder     Eltern   Lehrer
 

Kosten:

Einheit einzeln:
45 Minuten   30€

Einheit Gruppe:
60 Minuten   30€

Kompaktkurs:  
7 Einheiten  210€

Wir arbeiten mit den Kindern nach folgendem Konzept:

1. Definition und Symptomatik von ADS/ADHS

ADS   (Attention-Deficit-Disorder) Aufmerksamkeitsdefizitstörung
ADHS (Attention-Deficit-Hyperactivity-Disorder) Aufmerksamkeits – Defizit-
           Hyperaktivitäts- Störung

Kinder mit den obengenannten Symptomen leiden nach Russell Barkley unter gestörter Konzentrationsfähigkeit, verbunden mit hoher Ablenkbarkeit,  geringer Selbstkontrolle und ausgeprägt impulsivem Verhalten, so wie auffälliger motorische Unruhe

2. ADS/ADHS- Kinder und das Pferd

Unser therapeutisches Konzept ist ein ganzheitlicher Ansatz, bei dem mit Hilfe des Pferdes eine individuelle, ganz auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmte Förderung im körperlichen, geistig-seelischen, sozialen und emotionalen Bereich möglich ist.

Dies macht es  den Kindern leichter, ihre Defizite in der Selbst- und Fremdwahrnehmung aufzuholen und  ihr beeinträchtigtes Selbstwertgefühl und Sozialverhalten zu stablisieren.

Das Pferd wird eingesetzt, um verschiedene Prozesse bei den Kindern in Gang zu setzen. Ein Kind nimmt dabei mit all seinen Sinnen das Pferd als Lebewesen wahr und bringt sein Wesen, seinen Körper und seine Bewegungen in Erfahrung.

Das Sozialverhalten der Pferde ähnelt in weiten Bereichen dem des Menschen.  Auf ihre Mitgeschöpfe reagieren sie  jedoch immer ehrlich und authentisch. So haben die Kinder mit den Pferden vielfältige Kontaktmöglichkeiten, frei von Erwartungen und Vorurteilen.

Da sich die Pferde durch Körpersprache mitteilen, lernen die Kinder sie aktiv beobachten und sich einfühlen. In ihren Reaktionen sind Pferde gleichbleibend und dadurch für ein Kind berechenbar. Pferde sind weder beleidigt noch nachtragend und leben immer im Hier und Jetzt. So sind sie ein Vorbild und geben Anregungen für neue erfolgreiche, soziale Erfahrungen.

Das Pferd kann aber auch eine Vielzahl von weiteren Bedürfnissen befriedigen. Dies sind Bedürfnisse nach positiver Zuwendung, Wärme und Hautkontakt, wodurch es zu einer Förderung der taktilen Wahrnehmung kommt. Das sind aber auch das Bedürfnis nach Bewegung, getragen werden und sich fortbewegen.

Die Bewegungen des Pferdes verlaufen dreidimensional. Dadurch überträgt das Pferd Schwingungsimpulse in den Körper des Reiters. Das passive Bewegtwerden auf dem Pferderücken hat eine stark lockernde und lösende Wirkung. Gleichzeitig wird dabei der Gleichgewichtssinn stimuliert. Zusätzlich bessert sich beim Reiten die Atmung, was sich positiv auf die Stimme des Kindes auswirken kann.

Der Kontakt mit dem Pferd löst weitere Lernprozesse aus. Er kann beim Kind die Bereitschaft wecken, Arbeiten des Pferdealltags zu erledigen. Deshalb sind Putzen, Pflegen, Führen und Füttern ein wesentlicher Teil unseres Konzeptes. Wir zeigen Wege auf, wie Kinder Spaß, Freundschaft, Verantwortung, Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein lernen können. Weiterhin kann der Kontakt mit dem Pferd die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit innerhalb einer Gruppe verbessern. Er fördert auch Durchsetzungsvermögen, Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit.

Darüber hinaus geben wir den Kindern Anregungen , wie sie ihre Gefühle und Bedürfnisse besser wahrnehmen und mitteilen können.

All das sind wesentliche Fähigkeiten, die es den ADS/ADHS- Kindern erleichtern, sich im Alltag mit Eltern, Geschwistern, Freunden und auch in der Schule besser zurechtzufinden. So wird ihre weitere Entwicklung positiv beeinflusst.

3. Motopädagogische Aspekte

Was kann ein motopädagogisches Konzept in Verbindung mit dem Pferd bei diesen Kindern bewirken?

  • die motorische Geschicklichkeit wird verbessert und dadurch werden Selbstvertrauen und die Leistungsfähigkeit gefördert.
  • jede Bewegung baut das Potential an Hyperaktivität und Spannung ab.
  • Reiten fördert eine bessere Wahrnehmung für die Bedürfnisse und die Befindlichkeiten des eigenen Körpers.
  • Pferde befriedigen zahlreiche menschliche Bedürfnisse, wie z.B.:
  • das Bedürfnis der Gefühlszuwendung (Pflege)
  • das Bedürfnis nach Macht und Überlegenheit und dadurch der Aufbau von verantwortungsvollem und bewusstem Handeln
  • das Bedürfnis nach motorischer Aktivität – vom Pferd gehen starke Bewegungsreize aus, ebenso die Freude bewegt und getragen zu werden

Wahrnehmungs – und Empfindungsmöglichkeiten – der taktile Kontakt mit dem Pferd ermöglicht eine natürliche Wirklichkeitserfahrung (Streicheln etc.). Schaukeln und Schwingen (dreidimensional) entsprechen den physiologischen Gangbewegungen des Menschen. Die Taktfolge eines im Schritt gehenden Pferdes entspricht in etwa dem Herzrhythmus des Menschen.